Propst Johannes Mecking weihte in der neuen Kapelle Ambo, Altar und Tabernakel (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)
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Kleve. Altar und Lesepult stammen aus der alten Kapelle

Es war das 60-jährige Ordensjubiläum von Schwester Cäcilia, an dem im Januar 2017 der letzte Gottesdienst in der alten Kapelle des Franziskus-Hauses an der Spyckstraße gefeiert wurde. Der damals für den Niederrhein zuständige Weihbischof Wilfried Theising versprach bei der Profanierung, dass bald „eine neue Zeit des Aufbauens“ anfange. Seither sind rund vier Jahre vergangen – und Schwester Cäcilia konnte am 5. Mai die Einweihung der neuen Kapelle mitfeiern.

In einem den Corona-Regeln entsprechend kleinen, aber dennoch festlichen Gottesdienst weihte Propst Johannes Mecking die moderne Kapelle der neu gebauten Senioreneinrichtung. Er segnete den Ambo, also das Lesepult, Altar und Tabernakel, in dem gewandelte Hostien aufbewahrt werden, mit Weihwasser und Weihrauch. Sie stammen aus der Kapelle, die im Zuge des Neubaus abgerissen wurde. Auch aus dem ehemaligen Kinderdorf St. Joseph in Schneppenbaum und dem ehemaligen Seniorenheim auf Haus Gnadenthal haben Gegenstände und Kunstwerke einen neuen Platz in der nun geweihten Kapelle gefunden. Künftig, wenn die Abstandsgebote aufgehoben sind, können dort bis zu 70 Gläubige Gottesdienste feiern, die per Video in den Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner empfangen werden können.

Udo Holtmann, Vorsitzender der Franziskus-Stiftung, die den Bau der Kapelle mit 500.000 Euro unterstützt hatte, sagte zur Begrüßung: „Die Kapelle ist eine Bereicherung für das Seniorenzentrum Franziskus-Haus“. Sie könne aber natürlich ebenso durch die Pfarrei genutzt werden, betonte er und bedankte sich bei Propst Mecking für die „konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Franziskus-Stiftung und Kirchengemeinde“.

Propst Mecking ging in seiner Predigt auf die Frage ein, wo Gott wohnt und im Leben einen Platz hat. „Ob Gott in einem Gotteshaus wie dieser Kapelle wohnt, hängt nicht davon ab, ob dort ein Tabernakel oder ein Altar steht“, stellte er klar, „es hängt davon ab, ob wir ihn einlassen.“ Denn Gott wohne überall da, wo man ihn einlässt, auch im Herzen der Menschen. „Er ist ein Gott auf der Suche nach Begegnungen mit den Menschen und wohnt bei uns, weil er bei den Menschen wohnen will“, sagte der Propst.

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