v.l. Helmut Czichy (Kreis Wesel), Manfred Wolfers jun. (Kreis Viersen), Hans-Georg Kellermann (Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG), Andreas Budde (Kreis Vieren) (Foto: © BAVN)
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Kamp-Lintfort/Kreis Viersen/Kreis Wesel. Nachdem am 4. Mai von der Bezirksregierung Düsseldorf die Bau- und Betriebsgenehmigung ohne Einwendungen im Verfahrensverlauf erteilt wurde, hat die Niederrheinische Bioanlagengesellschaft (NBG) als Gesellschaft des Bioabfallverbands Niederrhein (BAVN) unmittelbar mit den vorbereitenden Baumaßnahmen für eine neue Bioabfallbehandlungsanlage begonnen. Im ersten Schritt wurde der Auftrag zum Rückbau eines leerstehenden ehemaligen Verwaltungsgebäudes erteilt. Das Abbruchunternehmen Freimuth aus Bülkau führt die Arbeiten derzeit aus. Verbandsvorsteher Helmut Czichy (Kreis Wesel) und der stellvertretende Verbandsvorsteher Andreas Budde (Kreis Viersen) besichtigten heute im Beisein des Vorsitzenden der Verbandsversammlung Manfred Wolfers jun. (Kreis Viersen) und Hans-Georg Kellermann (Prokurist Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG) gemeinsam die Baustelle. „Ich freue mich, dass wir nach der langen Planungsphase nun die bauliche Realisierung unseres gemeinsamen Zukunftsprojekts starten konnten“, sagt Czichy.

„In der modernen Bioabfallbehandlungsanlage werden die Bioabfälle aus den Kreisen Viersen und Wesel zu Biogas und hochwertigen Komposten verarbeitet“, erläutert Budde. Die Anlage ist für eine Jahreskapazität von 67.500 t ausgelegt und das Biogas wird in Blockheizkraftwerken verstromen und ins Stromnetz einspeisen. „Das Vorhaben wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesumweltministerium als Modellprojekt „Integrierte Bioabfallvergärung (InBio)“ gefördert und ist ein wertvoller und zudem wirtschaftlicher Beitrag zum stärkeren Umweltschutz“, betont Wolfers jun..

„Vorgesehen ist, dass die mineralischen Abbruchmaterialen recycelt und für den Neubau der Anlage genutzt werden“, hebt Kellermann hervor. Die Ausschreibungsunterlagen für den eigentlichen Bau der Anlage werden derzeit erstellt und kurzfristig losweise EU-weit veröffentlicht, so dass voraussichtlich im November mit dem Bau der Anlage begonnen werden kann. „Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Jahr 2023 geplant“, gibt Czichy einen Ausblick auf die Bauphase.

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