Monika Fraling (Leitung Planungsamt), Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Rolf Skopek (VIVAWEST), Thomas Rödel (BVS Rödel & Pachan – Büro für Verkehrs- und Stadtplanung) (Foto: Stadt Kamp-Lintfort)

Kamp-Lintfort. Erstmals informierte Stadt Kamp-Lintfort ihre Bürger online über anstehende Planungsprozesse. Das digitale Format stieß auf durchweg positives Feedback.

Rund 90 Teilnehmende verzeichnete die digitale Bürgerinfo-Veranstaltung am vergangenen Dienstagabend. Die Stadtverwaltung informierte ausführlich über das neue Wohnquartier im Niersenbruch und zum Wohnprojekt für Menschen mit Behinderungen an der Fasanenstraße. Per Zoom konnten alle Interessierten bequem von Zuhause aus teilnehmen und ihre offenen Fragen zu den Projekten stellen.

Bürgermeister Prof. Christoph Landscheidt eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Vortragenden und zahlreichen Teilnehmenden, die sich trotz des sonnigen Wetters vor ihren Bildschirmen versammelt hatten. Landscheidt wies auf die wachsende Stadt und den anhaltenden Zuzug hin und die damit verbundene Aufgabe der Stadt, dort, wo es verträglich ist, auch weitere Wohngebietsflächen weiter zu entwickeln – so auch im Niersenbruch.

Monika Fraling, Leiterin des Planungsamtes, führte mit einer Präsentation in das Plangebiet südlich des Kranichweges ein, erläuterte die Rahmenbedingungen, die es bei der Erarbeitung einer städtebaulichen Rahmenplanung zu beachten gibt und stellte die Planungsziele vor. „Vorwiegend gehe es um die Entwicklung als Wohngebiet“, so Fraling. „Das Plankonzept soll mit unterschiedlichen Wohnangeboten unterschiedliche Zielgruppen – Familien, Paare, Alleinlebende verschiedener Altersgruppen – ansprechen. Neben Einfamilienhäusern soll der Entwurf auch einige Mehrfamilienhäuser berücksichtigen.“ „Testentwürfe“, so Fraling, „zeigten, dass ca. 200 bis 300 Wohneinheiten entstehen könnten – je nach Bebauungskonzept und Dichte.“

In der Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern wurden bereits konkrete Fragen zur Größe der Grundstücke, Höhe der geplanten Gebäude sowie zur späteren Vermarktung der Grundstücke zu den Grundstückspreisen gestellt. Da das Bebauungskonzept jedoch erst erarbeitet wird und mit einer Bebauung erst 2024/ 2025 zu rechnen ist, ist es noch zu früh, um hier verlässliche Auskünfte zu geben.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass es derzeit noch keine Warteliste für Bauinteressierte gibt, um sich für Grundstücke eintragen zu lassen. Der Zeitpunkt ist momentan noch zu früh.

Für das neue Wohngebiet soll im Rahmen einer Ideenkonkurrenz eine städtebauliche Rahmenplanung erarbeitet werden. Hierfür werden drei Planungsbüros beauftragt. Die Aufgabenstellung mit den Anforderungen an die Bearbeitung für die Büros wird Ende Juni vom Rat der Stadt Kamp-Lintfort verabschiedet. Wer noch Anregungen zur anstehenden Rahmenplanung geben möchte, kann dies unter dem Betreff Niersenbruch bis zum 11.06.21 unter folgender E-Mailadresse tun: planungsamt@kamp-lintfort.de

Unter https://www.kamp-lintfort.de/niersenbruch sind in Kürze die in der Bürgerveranstaltung gezeigte Präsentation sowie die Auslobung für die Mehrfachbeauftragung abrufbar.

Insgesamt wurde die digitale Veranstaltung von den Teilnehmenden sehr positiv wahrgenommen. „Vielen Dank für die gelungene Infoveranstaltung. Ein großartiges Projekt was sie da planen mit der Wohn- und Betreuungseinrichtung,“ schreibt ein Nutzer über den Live-Chat zum Ende der Veranstaltung. „Eine wirklich gelungene Umsetzung und gerne in Zukunft weitere Formate in digitaler Form“, ergänzt ein weiterer Teilnehmer.

Die Stadtverwaltung freut sich sehr über die positive Resonanz und bedankt sich herzlich für die rege Teilnahme an der ersten digitalen Bürgerinfo-Veranstaltung.

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