v.l. Kyra Sänger, Max Sonnenschein, Helen Fuchs und Constantin Borges (Fotos: privat)

Kreis Wesel. In der Plenarsitzung des Landtags am Mittwoch, 30. Juni 2021, hat der Landtag das „Modellprojekt für digitale und hybride Sitzungen: Digitale Chancen auch jenseits der Pandemie in kommunalen Gremien nutzen“ zugestimmt. Darüber haben sich die jüngsten Kreistagsmitglieder des Kreises Wesel, Helen Fuchs (FDP), Kyra Sänger (SPD), Max Sonnenschein (SPD) und Constantin Borges (FDP) sehr gefreut und forderten Landrat Ingo Brohl in einem offenen Brief auf, generelles Interesse gegenüber dem Land dafür zu bekunden, dass der Kreis Wesel eine der entsprechenden Modellkommunen werden will.

In dem Antwortschreiben von Seiten des Landrates zeigte man sich gegenüber dieser Anregung jedoch eher zögerlich, was die jungen Kreistagsmitglieder bedauern, da der Kreis Wesel ihrer Meinung nach im Bereich Digitalisierung vorne mit dabei sein sollte, um entsprechende Konzepte zu erproben. Durch digitale Sitzungen könnten ehrenamtliche Mandatsträgerinnen und Mandatsträger entlastet und die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt gestärkt werden. Außerdem könnten so auch interessierte Bürgerinnen und Bürger den Sitzungen als Gäste einfacher beiwohnen, schließlich könnten auch weniger Fahrten im großen Flächenkreis Wesel zum Umweltschutz beitragen. Letztlich kann Kommunalpolitik nur mit der Zeit gehen, wenn sie die Möglichkeiten digitaler Kommunikation nutzt. Sollte der Kreis Wesel im Rahmen eines Modellprojektes bereits Erfahrungen mit entsprechenden Tools sammeln können, könnte das den Prozess einer Etablierung dieser Möglichkeiten am Ende auch beschleunigen, finden die jüngsten Kreistagsmitglieder.

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