(Foto: Jochen Tack, Stiftung Zollverein)
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Essen. Die Werbegemeinschaften des Stadtbezirks VI – Zollverein und die Stiftung Zollverein haben für das Jahr 2021 das Große Zechenfest auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein abgesagt. Aufgrund der Corona-Pandemie gehen die Verantwortlichen davon aus, dass eine Umsetzung der Großveranstaltung im Sinne der Veranstalter und Gäste nicht möglich wäre.

Johannes Maas, gemeinsamer Sprecher der drei Werbegemeinschaften in Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg, begründet die Entscheidung: „Die Inzidenzzahlen steigen aktuell und es steht zu befürchten, dass die Situation im Herbst noch verschärft wird und eine Großveranstaltung mit mehreren Zehntausend Menschen gar nicht stattfinden darf oder wir mit Einlasskontrollen arbeiten müssten. Wir sagen das Zechenfest schweren Herzens ab, die Verantwortung für die Gesundheit der vielen Gäste überwiegt.“

Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Stiftung Zollverein ergänzt: „Der Charakter des Zechenfestes ist seit jeher, dass Menschen ausgelassen zusammen feiern, auf den Freiflächen, just an dem Ort, der früher eine abgeriegelte, ja verbotene „Stadt“ war. Zäune und Eintrittsregelungen passen nicht zu unserem Zechenfest. So sehr es schmerzt, freuen wir uns aufs nächste Jahr, in dem wir dann hoffentlich ohne Einschränkungen gemeinsam ausgelassen werden feiern können“. Im kommenden Jahr soll nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause dann richtig groß gefeiert werden, denn Ende August jährt sich die offizielle Überreichung der Welterbe-Urkunde an Zollverein zum zwanzigsten Mal.

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