v.l. Ratsfrau Manuela Luhnen, Hans Stücker, Dr. Günter Krings MdB und Bernd Mengeringhausen (Foto: privat)
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Mönchengladbach. Niemand bleibt allein

In Mönchengladbach gibt es eine gute Tradition der Gemeinschaft mit Menschen mit Behinderungen – lange bevor der Begriff Inklusion die politische und gesellschaftliche Debatte erreichen sollte. Bereits Ende der 1960er Jahre fand die Aktion „Freizeit behinderter Jugendlicher“ e.V. (AFbJ) ihren Ausgang. Getragen von großartigem ehrenamtlichem Engagement ist in Venn rund um Wochenend- und Ferienfahrten, Jugendheim, Wohnheim und Spielplatz ein vielfältiges Angebot entstanden. Grund genug für den Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Dr. Günter Krings (CDU), sich im Rahmen seiner traditionellen Sommertour zu informieren, wie die AFbJ das Ziel einer sinnvollen und erlebnisorientierten Freizeitgestaltung für Menschen mit Behinderungen im Jahr 2021 zu verwirklichen sucht. Empfangen wurde der Abgeordnete und die Venner Ratsfrau Manuela Luhnen von den Vorstandsmitgliedern der AFbJ Hans Stücker und Bernd Mengeringhausen.

Neueste Attraktion der AFbJ ist der „SPIEL-Platz für Dich und Mich!“, der Kindern und Jugendlichen zeitgemäße Entfaltungsmöglichkeiten eröffnet. Gerne erinnert sich Günter Krings an ein gemeinsames Gespräch mit Manuela Luhnen und dem Vorstand der AFbJ, welches dem Projekt vorausging. Mit Förderung von Stadt und Land, aber auch mit Eigeninitiative und zahlreichen Spenden konnte der SPIEL-Platz mit einem finanziellen Volumen von 120.000,- Euro vor zwei Jahren realisiert werden. Das Angebot der AFbJ, die Spielmöglichkeiten auch für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil zu öffnen, wurde während der Corona-Pandemie intensiv genutzt. Günter Krings war sehr interessiert daran, wie die Einrichtung insgesamt durch die Pandemie gekommen ist. Glücklicherweise gab es bei der AFbJ keine einzige Ansteckung mit dem Covid-19-Virus, was nicht zuletzt der hohen Impfbereitschaft geschuldet ist: Ausnahmslos hat man sich in den Reihen der AFbJ für eine Impfung entschieden.

Zum Abschluss besichtigten Hans Stücker und Bernd Mengeringhausen mit ihren christdemokratischen Gästen das auf dem AFbJ-Gelände gelegene Wohnheim. Hier leben 18 Menschen mit Behinderungen in drei Wohngruppen. Tagsüber trifft man jedoch nur die Mitarbeiter der AFbJ, gehen die Bewohner doch größtenteils in Behindertenwerkstätten ihrer Arbeit nach. Das Konzept der AFbJ besitzt nach wie vor eine ungebrochene Anziehungskraft: Auf einen Platz im Wohnheim müssen Interessenten mehr als zehn Jahre warten. Für Günter Krings gelingt es der AFbJ in vorbildlicher Weise, ein an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen orientiertes Umfeld zu schaffen: „Ich finde es beispielhaft, wie hier haupt- und ehrenamtliches Engagement ineinander greift. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ist eine Einrichtung entstanden, die Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft ermöglicht. Niemand bleibt hier allein.“ Und die positive Entwicklung setze sich, so Krings, fort: „Ich bin gespannt auf die nächsten Projekte. Der Vorstand der AFbJ ist engagiert und ambitioniert, das lässt für die Zukunft einiges erwarten.“

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