Marc Hoff (Foto: privat)
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Oberhausen. 2020 wurden nur etwa 0,88% der Einnahmen aus der Hundesteuer für Hunde reinvestiert

Das Halten von Hunden in Oberhausen ist eine kostspielige Angelegenheit. So müssen Halterinnen und Halter pro Jahr für den ersten Hund stolze 156€, bei zwei Hunden sogar 216€ pro Hund auf den Tisch legen. Auf der anderen Seite gibt es oft Klagen zum Beispiel über zu wenige oder schlecht gepflegte Freilaufflächen. Grund genug für die FDP im Rat der Stadt Oberhausen einmal nachzufragen, wieviel Geld die Stadt eigentlich durch die Hundesteuer abzüglich aller Personal- und Eintreibungskosten einnimmt und wieviel Geld für hundefreundliche Infrastruktur ausgegeben wird.

Jetzt ist die Antwort der „Kleinen Anfrage“ an die Stadtverwaltung da und die FDP staunte nicht schlecht über die dort genannten Summen: „Die Stadt nimmt im Jahr nach Abzug aller Kosten ca. 1,7 Mio. Euro Hundesteuer ein, gab 2020 für hundefreundliche Maßnahmen wie Kotbeutelspender, Freilaufflächen aber nur 15.000 Euro aus. Das Verhältnis stimmt überhaupt nicht, gerade mal 0,88% der Einnahmen wurden reinvestiert“, so Max Baum, der für die Liberalen im Umweltausschuss arbeitet.

Auch der Vorsitzende der FDP-Ratsgruppe, Marc Hoff, ist überrascht: „Die Hundesteuer ist zwar ein wichtiger Faktor für einen ausgeglichenen Haushalt, jedoch geht die Schere da viel zu weit auseinander. Wir fordern für die nächsten Jahre wesentlich mehr Investitionen, die Hundehalterinnen und Haltern zugutekommen. Menschen mit Hund so hoch mehr zu belasten, ohne nennenswerte Verbesserungen einer hundefreundlicheren Infrastruktur zu schaffen, ist nicht fair.“

Die FDP bereitet einen entsprechenden Änderungsantrag für die kommenden Haushaltsberatungen vor.

Die Antwort der Stadtverwaltung zu der „Kleinen Anfrage“ der FDP zum Thema Hundesteuer

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