v.l. Uwe Goemann, René Schneider und Ulrich Neßbach (Foto: privat)
Anzeige

Voerde. Der Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion René Schneider empfiehlt allen Kommunen die Förderung des Landes zu nutzen, um ein Handlungskonzept für Starkregen-Ereignissen aufzustellen. In Voerde informierte er sich jetzt über die kürzlich entwickelte Starkregenkarte der Stadt.

„Die Hochwasserkatastrophe diesen Sommer hat deutlich gezeigt, wie wichtig ein gutes Starkregenrisikomanagement ist,“ so der SPD-Landtagsabgeordnete. „Ich kann daher allen Kommunen nur empfehlen, sich einen Überblick über die gefährdeten Stellen in ihrem Gebiet zu machen, um mögliche Schwachstellen bei einem Starkregenereignis frühzeitig zu beheben. Diese Untersuchungen werden vom Land gefördert.“

Vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW gäbe es seit 2018 die „Arbeitshilfe kommunales Starkregenmanagement“, die Kommunen bei der Aufstellung eines Schutzkonzeptes unterstützen soll. Schneider: „Darin steht, dass Maßnahmen zum Starkregenmanagement wie die Analyse der Überflutungsgefährdung bei Starkregen, Starkregengefahrenkarten, Risikoanalyse oder Handlungskonzepte gefördert werden können.“

Schneider lobt die Stadt Voerde für ihr Starkregenmanagement. Diese hat bereits vorgesorgt und eine Starkregenkarte veröffentlicht, auf der Bürgerinnen und Bürger überprüfen können, wie stark ihr Grundstück im Extremfall betroffen wäre. Vor Ort informierte sich der Abgeordnete nun über die weiteren Planungen. Gemeinsam mit den Ratsherren Uwe Goemann (Fraktionsvorsitzender SPD Voerde) und Ulrich Neßbach (stellv. Vorsitzender, Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz) schaute er sich die Starkregenkarte sowie besonders gefährdete Orte im Zentrum der Stadt an.

Goemann und Neßbach wiesen darauf hin, dass bei einem Starkregenereignis mehrere Unterführungen nicht mehr passierbar sein könnten. „Das war bereits 2016 der Fall. Damals konnte die Feuerwehr Voerde nicht mehr in den westlichen Teil der Stadt fahren, zum Glück gab es damals keinen Einsatz,“ erzählt Ulrich Neßbach. Um die Stadt bei so einem Ereignis zukünftig besser zu schützen, müssten nun verschiedene bauliche Maßnahmen (bspw. durchlässigere Böden) durchgeführt werden, darin sind sich die beiden Ratsherren einig.

Info: Die Starkregenkarte der Stadt Voerde wurde auf dem Geoportal Niederrhein unter https://geoportal-niederrhein.de veröffentlicht. Informationen wie Sie ihr Haus schützen können, finden sie auf https://voerde.buergerinfo-abwasser.de/praevention-starkregen.

Beitrag drucken
Anzeigen