Mit den stolzen Eltern freuen sich Eva Gassen, leitende Hebamme (links) und Dr. Margret Albiez, leitende Ärztin der Geburtshilfe (rechts) (Foto: © St. Augustinus Gruppe)
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Neuss. Schon im vergangenen Jahr verzeichnete das Johanna Etienne Krankenhaus einen deutlichen Anstieg der Geburtszahlen. Nun meldet die Klinik die 800. Geburt noch einmal zwei Wochen früher als im Vorjahr. „Im Frühling sah es noch nicht danach aus, dass wir wieder an die hohen Geburtszahlen von 2020 herankommen. Doch in den vergangenen drei Monaten kamen sehr viele Babys bei uns zur Welt, sodass wir erneut auf ein Rekord-Jahr zusteuern“, berichtet die leitende Ärztin Dr. Margret Albiez. Unter anderem liege das auch an der Schließung der Geburtshilfe in Grevenbroich.

Das 800. Baby heißt Marlene Charlotte und wurde mit einer Größe von 49 Zentimetern und einem Gewicht von 2.790 Gramm auf natürlichem Weg geboren. Ihre Mutter Larissa Assmann (31) ist Rettungsschwimmerin bei der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft DLRG und wäre daher gerne in die Entbindungswanne im Kreißsaal auf der Neusser Furth gestiegen. Doch Marlene wollte schnell auf die Welt: Nur eine halbe Stunde nach der Ankunft im Kreißsaal war sie schon geboren. Alex Assmann, der in der Zwischenzeit das Auto vom Storchenparkplatz weggefahren ist, hätte den Moment fast verpasst.

Vor elf Jahren lernte der 37-Jährige seine Frau bei der DLRG-Ortsgruppe Kaarst kennen, die er mittlerweile als stellvertretender Vorsitzender leitet. Beide engagieren sich ehrenamtlich als Rettungsschwimmer, im Katastrophenschutz und auch als Badeaufsicht am Kaarster See. Aus seiner langjährigen Erfahrung ist dem Ehepaar besonders wichtig, dass Kinder schwimmen lernen und frühzeitig zum Seepferdchen angemeldet werden. „Durch die Pandemie gibt es bei vielen Kindern einiges aufzuholen, da Schwimmkurse abgesagt wurden. Die Wartelisten sind teilweise sehr lang“, so Larissa Assmann. Schon für Babys sei das Schwimmen förderlich. „Kinder, die sehr früh in Kontakt mit dem Wasser kommen, sind in ihren Bewegungsabläufen besser entwickelt als andere“, fügt sie hinzu.


Rund 870 Neugeborene zählte das „Etienne“ im vergangenen Jahr – fast einhundert mehr Kinder als in 2019.

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