Froh über die neuen Möglichkeiten im Labor: Prof. Dr. Arndt Borkhardt (links, Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie) und Oberarzt Dr. med. Friedhelm Schuster (Foto: UKD)
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Düsseldorf. Mit der Finanzierung der sogenannten „Tapestri-Plattform“ verhilft der Förderverein Löwenstern e.V. dem Labor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie zu einem hochsensiblen Analysetool für das Auffinden von Krebszellen. Die mit Hilfe des neuen Geräts nun durchführbaren Einzelzell-Analysen ermöglichen eine differenzierte Erkennung aller Zelltypen, die einen Tumor ausmachen, und darauf aufbauend angepasste Therapieplanungen.

„Wir können aufgrund der sehr sensitiven Technik seltene Zellpopulationen erkennen und damit minimale Resterkrankungen während der Therapie oder das Wiederauftreten einer Krebserkrankung nach der Therapie sehr genau und frühzeitig feststellen“, so Prof. Dr. Arndt Borkhardt, Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie. „Damit werden wir Ärztinnen und Ärzte bei der Auswahl der Medikamente unterstützt, die sich an der Ausprägung der Zellmutationen orientiert, um so wirkungsvoll wie möglich zu sein.“

Die „Tapestri-Plattform“ ist laut Herstellerangaben die weltweit einzige Plattform zur gleichzeitigen Analyse von Genmutationen und Oberflächeneigenschaften von Krebszellen in bis zu 10.000 einzelnen Zellen pro Messung. Erste Erfahrungen und methodische Weiterentwicklungen von Einzelzellanalysen konnten die Düsseldorfer Kinderonkologen vor wenigen Tagen gemeinsam mit Kollegen aus Braunschweig, Amsterdam, Bielefeld und Duisburg-Essen in der Zeitschrift Nature Communications publizieren. Der Erstautor M.Sc. David Lähnemann war von 2015-2019 Doktorand an der Klinik für Kinder-Onkologie, Hämatologie und klinische Immunologie. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34795237/

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch Löwenstern e. V. und freuen uns, dass unser Labor mit der neuen Technik noch einmal deutlich bessere Möglichkeiten erhält, Krebserkrankungen aufzuspüren“, so Prof. Borkhardt.

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