Projektleitung Prof. Dr. Beate Küpper (Foto: Carlos Albuquerque)
Anzeige

Mönchengladbach. Konflikte sind nie eine einfache Situation. Besonders mit dem Hintergrund von Migration und Integration können diese sehr fordernd sein. So spezifisch die einzelnen Fälle auch sein mögen, oftmals offenbaren sich ähnliche Fragestellungen, Muster und Konfliktdynamiken. Hier setzt das neue Projekt „Kommunales Konfliktmanagement (KoKo II) – Kommunen für Integration stärken“ an, welches auf dem 9. Integrationskongress des Landes NRW vorgestellt wurde. Die Projektleitung übernimmt Prof. Dr. Beate Küpper, Leiterin des Instituts SO.CON – Social Concepts der Hochschule Niederrhein.

Das Ziel in den Kommunen ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Krisensituationen vorzubereiten, sie zu professionalisieren und dabei unterstützen, ein funktionierendes Konfliktmanagementsystem in ihrer Kommune aufzubauen. Etabliert werden soll eine landesweite Vernetzung der Kommunen in Bezug auf Konfliktmanagement, um Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen und voneinander zu lernen.

Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorprojekts „Kommunales Konfliktmanagement – Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten“, sollen bereits aktive Kommunen in den Prozess des Projekts eingebunden werden. Bereits bestehende Netzwerke werden abgeholt und um neue Kompetenzen erweitert. Hierfür wird die Professionalisierung und Qualifikation der Mitarbeitenden über Beratung, Begleitung und Coachings ermöglicht. Es werden Tools und Vorgehensweisen entwickelt, die die frühzeitige Reaktion und strategische Anpassung auf Konflikte erleichtern.

„Wir werden diese Prozesse begleiten und unsere Ergebnisse stetig überprüfen und anpassen. Alles in allem geht es darum, ein besseres Miteinander zu schaffen, in dem sich alle Angehörigen einer Kommune gleichermaßen aufgehoben und gehört fühlen“, sagt Prof. Dr. Beate Küpper.

Das Projekt ist auf drei Jahre angesetzt und wird von der Stiftung Mercator sowie dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Das Projekt ordnet sich in der übergreifenden Strategie des Landes NRW des Aufbaues eines Kommunalen Integrationsmanagements ein.

Beitrag drucken
Anzeigen