Wegen der starken Rauchentwicklung gab die Feuerwehr Viersen vorsorglich eine Bevölkerungswarnung heraus. Messungen ergaben, dass keine Schadstoffe freigesetzt wurden (Foto: Stadt Viersen)

Viersen. Die Feuerwehr Viersen hat am Sonntag, 13. März 2022, einen Lagerhallenbrand im Bereich Gerberstraße/Talerspfad gelöscht. Wegen der starken Rauchentwicklung war vorsorglich eine Warnung über die App Nina veröffentlicht worden. Messungen ergaben, dass keine Schadstoffe freigesetzt wurden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Kurz vor 6:30 Uhr am Sonntag wurde die Feuerwehr zu einem Brand einer Lagerhalle am Talerspfad alarmiert. Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte stellten fest, dass ein etwa 10 x 15 Meter großes Gebäude brannte. Dabei entwickelte sich starker Rauch. Darum wurde die Bevölkerung über die Warn-Apps informiert und aufgefordert, Türen und Fenster zu schließen. Die Gerberstraße musste zwischen Kanalstraße und Kränkelsweg für den Verkehr gesperrt werden.

Das Dach des Gebäudes brannte im weiteren Verlauf durch und stürzte nach und nach ein. Parallel zu den Löschmaßnahmen wurden der ABC-Erkunder zur Messung von Schadstoffen in der Luft und das Umweltamt des Kreises hinzugezogen. Schließlich wurde das Technische Hilfswerk (THW) zur Einsatzstelle gerufen.

Das THW riss mit einem Bagger die Außenwände der Halle ein. So konnte die Feuerwehr die Löscharbeiten abschließen. Außerdem wurde so verhindert, dass die nicht mehr standsicheren Mauern später unkontrolliert einstürzen.

In der Halle waren keine Schadstoffe gelagert. Das bestätigten auch die Messungen des ABC-Erkunders im näheren und weiteren Umfeld der Einsatzstelle. Die Nina-Alarmierung wurde nach zweieinhalb Stunden wieder aufgehoben.

Nach Abschluss des Feuerwehreinsatzes sicherte der städtische Bauhof die Gebäudereste mit Bauzäunen. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben, die die weiteren Ermittlungen insbesondere zur Brandursache übernimmt.

Gelöscht wurde am Boden über von der Feuerwehr geöffnete Türen sowie mit einem Wenderohr von der Drehleiter. Während der Arbeiten des THW wurde zusätzlich der Dachwerfer eines Löschfahrzeuges eingesetzt. Etwa ab 9:30 Uhr begann die Feuerwehr mit dem Abbau ihres Materials. Die weiteren Arbeiten dauerten noch bis zum Mittag.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Viersen mit der hauptamtlichen Wache und ehrenamtlichen Kräften einschließlich der Einsatzleitwagen-Gruppe (ELW-Gruppe) und des ABC-Erkunders. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellte einen Rettungswagen zur Absicherung der Einsatzkräfte. Das THW unterstützte mit einem Fachberater und dem Bagger. Die Polizei Viersen war ebenfalls am Ort und sicherte die Einsatzstelle. Insgesamt waren mehr als 60 Einsatzkräfte aktiv.

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