Sichergestelltes Marihuana und Ecstasy im Karton (Foto: Zoll)

Gelsenkirchen. (K)eine alltägliche Rast

Die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Dortmund kontrollierten am 02. März gegen 15.15 Uhr einen Pkw mit polnischer Zulassung. Das Fahrzeug parkte auf dem Autobahnparkplatz “Allenstein” auf der A 2 in Fahrtrichtung Hannover.

Der 27-jährige Pole, der hinter dem Steuer des geparkten Autos saß, ging zunächst von einer verkehrsrechtlichen Kontrolle aus. Er sagte den Zöllnern sofort, er sei nicht gefahren und habe auch gar keine Fahrerlaubnis. Ein Freund hätte ihn aus den Niederlanden auf den Autobahnparkplatz gefahren. Er warte jetzt nur auf seinen Bruder, der wegen einer Panne des Pkws bereits allein nach Polen gefahren sei und dann wieder zurückkommen wolle, um ihn vom Autobahnparkplatz abzuholen.

Die Zollbeamten erklärten dem jungen Mann, dass es sich um eine zoll- und steuerrechtliche Kontrolle handle und fragten ihn nach mitgeführten Betäubungsmitteln, Waffen, hochsteuerbaren Waren oder mehr als 10.000 Euro Bargeld. Dies wurde von ihm verneint.

Bei der Durchsicht des Fahrzeugs fanden die Zollbeamten jedoch auf der Rücksitzbank in einem Karton einen Beutel mit 49 Gramm Marihuana und zwei Tütchen mit insgesamt 246 Stück Ecstasytabletten sowie in loser Schüttung 441 Stück Ecstasytabletten.

Der Wartende wurde festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.

“Die sichergestellten Drogen hätten im Straßenverkauf ca. 4.700 Euro erzielt”, so Andrea Münch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Dortmund. “In einem mitgeführten Reisekoffer befand sich außerdem ein Butterflymesser, das von den Zöllnern ebenfalls sichergestellt wurde”, so Münch weiter.

Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen. (ots)

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