Die Kinder und Erzieherinnen der Kita Mullewapp in Nierst verkaufen Kuchen für den guten Zweck. Bianca Krause (l.) hat sich mit Süßem für die Fahrt in den Skiurlaub eingedeckt (Foto: Stadt Meerbusch)

Meerbusch. Saftige Schokokuchen, fruchtige Mandarinenschnitten, süße Muffins und Cakepops – alles selbstgebacken von den Kindern der Kita Mullewapp in Nierst und deren Eltern. Dazu frische Marmeladen, selbstgebastelte Saatkugeln für Wildblumen und Engelchen als Glücksbringer – all dies gab es am Freitag gegen eine Spende für den guten Zweck. „Wir sammeln für die Menschen in der Ukraine und die, die auf der Flucht vor dem Krieg sind“, sagt Christine Gebhardt-Radek, Leiterin der städtischen Kita Mullewapp.

Den ersten großen Andrang auf das Kuchenbuffet gab es bereits am frühen Morgen, als die Kinder von ihren Eltern zur Kita gebracht wurden. „Viele Eltern haben für die Kuchentafel am Nachmittag direkt zugeschlagen. Dabei waren ja auch die Eltern äußert großzügig und haben mit ihren Kuchenspenden die Aktion erst möglich gemacht“, so Gebhardt-Radek weiter.

Im Dorf hat sich die Aktion schnell herumgesprochen. Bianca Krause wohnt in der Nachbarschaft. Sie ist auf dem Weg in den Skiurlaub nach Ischgl. „Bevor es losgeht wollte ich mich noch mit etwas Süßem für die lange Fahrt eindecken. Für mich ist es selbstverständlich, diesen guten Zweck zu unterstützen“, sagt sie.

Die Einnahmen der Spendenaktion gehen an das Kinderhilfswerk UNICEF, die die Menschen in der Ukraine unterstützen. „Wir möchten auch als kleine Kita ein Zeichen setzen. Mit dieser Aktion wollen wir unseren Beitrag leisten und unsere Solidarität mit Menschen in der Ukraine und derer, die auf der Flucht sind, zum Ausdruck bringen“, sagt Christine Gebhardt-Radek.

Unterstützung bekommen sie dabei auch vom Förderverein der Kita, der „Mullewapp-Tshirts“ spendet. Der Nierster Landwirt Roos hat zudem Eier und Nudeln zur Verfügung gestellt. Auch dieser Erlös fließt in den Spendentopf.

Dass die Spendenaktion einen ernsten Hintergrund hat, wissen auch die Kleinsten. „Im Gespräch mit den Eltern und in den Gruppen ist über den Krieg in der Ukraine gesprochen worden. Die Kinder wissen also Bescheid über das, was aktuell passiert. Für die Menschen in der Ukraine ist es wichtig, dass sie wissen, dass man ihnen hilft“, ergänzt die stellvertretende Kitaleiterin Claudia Strucks.

Zum Mittag hin lichten sich die Reihen auf dem Kuchenbuffet. Angekündigt haben sich noch die Nierster Senioren, die am Nachmittag ihren regelmäßigen Kaffeeklatsch haben. Christine Gebhardt-Radek und die Kinder hoffen, dass dann kein Kuchenstückchen mehr übrigbleibt.

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