Der neue Vorstand des Katholikenrates (v.l.n.r.): Andreas Budnik, Sebastian Jung, Angelika Erkelenz, Florian Hillje, Natalie Schneider, Professor Dr. Rudolf Voller, Elisabeth Schmitz-Janßen, Werner Schütze, Marion Middendorp, Geschäftsführer Michael Hänsch und Annette Schüller. Auf dem Foto fehlen: Tadija Kraljevic und Stadtdechant Pfarrer Frank Heidkamp (Foto: Sabine Polster)

Düsseldorf. Natalie Schneider ist die neue Vorsitzende des Katholikenrates. Auf der Vollversammlung am Montagabend im Maxhaus haben die über 60 Vertreter der Pfarrgemeinderäte, katholischen Verbände und Organisationen des Stadtdekanats Düsseldorf die 46-Jährige für vier Jahre gewählt. Ihre Stellvertreter sind Florian Hillje und Professor Dr. Rudolf Voller. Stadtdechant Pfarrer Frank Heidkamp und Michael Hänsch, Geschäftsführer der Katholischen Kirche in Düsseldorf, gehören durch ihre Funktion automatisch dem Vorstand an.

Als Beisitzer komplettieren Andreas Budnik, Angelika Erkelenz, Sebastian Jung, Tadija Kraljevic, Marion Middendorp, Elisabeth Schmitz-Janßen, Annette Schüller und Werner Schütze das Gremium.  Der bisherige Vorsitzende Martin Philippen, seine Stellvertreterin Edith Fieger, sowie die Beisitzer Christine Aurin, Marco Schmitz und Annemarie Zimmermann-Puric sind nicht mehr im Vorstand aktiv. Ihnen gilt der Dank für ihr großes Engagement in den vergangenen Jahren.

Im Jahresbericht des Vorstandes erhielten die Anwesenden einen Überblick über die Aktivitäten des Katholikenrates im vergangenen Jahr, das geprägt war von den Einschränkungen, die durch die Pandemie auferlegt waren. Wie bereits im Vorjahr konnten zahlreiche traditionelle Veranstaltungen der katholischen Kirche auf Stadtebene, wie das Fronleichnamsfest mit der traditionellen Prozession durch die Innenstadt, oder der Apollinaris-Empfang nur in einem stark verkleinerten Rahmen erfolgen oder mussten komplett abgesagt werden. Neben den Pfarrgemeinderatswahlen waren die Informationsveranstaltung zur Bundestagswahl sowie Planungen im Pastoralen Zukunftsweg ein Schwerpunkt. Das Thema Missbrauchsskandal und dessen Aufklärung war im ablaufenden Jahr auch für den Katholikenrat ein Dauerthema. In zahlreichen Diskussionsrunden mit den Vertretern aus Diözesanrat, Diözesanpastoralrat sowie verschiedenen Interessengruppen wurde immer wieder überlegt, wie man die Bistumsleitung zu einer umfassenden Aufklärung bringt, um für die Katholiken im Erzbistum und auch in Düsseldorf wieder eine vertrauensvolle Basis für die Zukunft zu schaffen.

Zu den wichtigen Themen, die vom Katholikenrat in Zukunft angegangen werden sollen, gehören unter anderem die Weiterarbeit an den Themen des Synodalen Weges und der Weltsynode sowie am Projekt #Zusammenfinden zur neuen Struktur der Seelsorgebereiche im Erzbistum Köln. Und natürlich muss es um die Konsequenzen aus der Schöpfungsenzyklika „Laudato si“ gehen.

Zu Beginn der Vollversammlung hatte Dr. Christian Weingarten, Umweltbeauftragter des Erzbistums Köln, einen Vortrag zum Thema: „Schöpfungsverantwortung in Kirchengemeinden. Eine Frage der Zukunft“ gehalten. Dazu waren auch zahlreiche Vertreter der Kirchenvorstände anwesend. Er stellte dar, wie Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit eine zentrale Stellung in den Überlegungen zur Zukunft des Erzbistums Köln einnehmen sollen. Dabei bezog er sich auf sechs Handlungsfelder, die alle innerhalb des unmittelbaren Einflussbereiches des Erzbistums Köln liegen, nämlich Gebäude & Energie, Biodiversität, Beschaffung, Mobilität, Bildung & Pastoral und Umweltmanagement und zeigte auf, wie die Kirchengemeinden bereits mit einfachen Mitteln starten können.

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