Kreis Wesel. Seit zwei Jahren befinden wir uns in einem Dauerkrisenmodus, der durch Corona, die Flut im Sommer 2021 und den Krieg in der Ukraine unabsehbar fortdauern wird. Katastrophenschutz bedeutet unterschiedliche Lagebilder, welche aber die gleiche Aufgabenstellung auslösen: Hilfe leisten für Menschen in Not. Das Team Niederrhein hat sich deshalb mit führenden Vertretern von Feuerwehr, Rotem Kreuz und I.S.A.R. Germany zur aktuellen Situation und Verbesserungsmöglichkeiten des Katastrophenschutzes ausgetauscht. Eingeladen zu diesem Livestream-Format waren alle Blaulichtorganisationen aus dem Kreis Wesel, die diesen Austausch gerne wahrnahmen.

„Katastrophenschutz ist keine Zweckorganisation, ihm gebührt größte Wertschätzung“, resümiert die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik, die gemeinsam mit CDU-Landtagskandidatin Julia Zupancic und CDU-Landtagskandidat Sascha Beek mit Dr. Daniela Lesmeister, 1. Vorsitzende I.S.A.R Germany, Dr. Jan Heinisch, Vorsitzender VDF NRW, und Sascha Rolf Lüder, Leiter des Verbindungsbüros DRK NRW, als kompetente Gesprächspartner eingeladen hatte.

„Der Katstrophenschutz in Nordrhein-Westfalen braucht eine deutliche Entlastung im Bereich der Bürokratie, die über die Jahre immer stärker zugenommen hat. Auch die finanzielle Unterstützung muss garantiert sein. Hier ist allerdings nicht nur das Land, sondern auch der Bund gefordert. Beide müssen gemeinsam mit den Hilfsorganisationen diese große Aufgabe stemmen“, fasst Sascha van Beek zusammen. „Die vorwiegend ehrenamtlichen Akteure müssen, frei von einer bürokratischen Zusatzbelastung, agieren können. Hier muss die Politik nachjustieren“, ergänzt der Landtagskandidat aus Alpen, der ehrenamtlich auch als Vizepräsident des DRK Kreisverbandes Niederrhein tätig ist.

„Im Bereich der Digitalisierung liegt derzeit noch viel ungenutztes Potential. Die Warnung und Bewertung von Krisensituationen muss mit Hilfe besserer Technik vereinfacht und beschleunigt werden. Diese Technik gibt es bereits, aber sie steht noch nicht ausreichend und flächendeckend dem Katastrophenschutz zur Verfügung. Mit dieser technischen Unterstützung gäbe es im Ernstfall auch mehr Hilfe zur Selbsthilfe für die Bürger in Krisengebieten. Hier müssen wir zukünftig deutlich mehr ansetzen. Wir sind gezwungen, uns in diesem Bereich schnell zu entwickeln und zu verändern“, ergänzt die Moerser Landtagskandidatin Julia Zupancic.

„Das Land braucht im Bereich Katastrophenschutz mehr Zuständigkeiten, ohne dass die kommunale Selbstverwaltung berührt wird. Darüber hinaus brauchen wir zukünftig eine koordinierende Stelle, die ergänzend eingebunden wird“, fasst Charlotte Quik einen weiteren Auftrag zusammen. Gemeinsam sichert das Team Niederrhein zu, sich für ein Netzwerk und, damit verbunden, einem Austausch aller Tätigen in der Katastrophenhilfe, einzusetzen.

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