Norbert van de Sand und Viktor Canameti präsentieren die neue Jugendverkehrsschule (Foto: Falk Neutzer)

Kreis Kleve. Die Verkehrswacht Kreis Kleve e.V. stockt ihr Angebot für Grundschulen im Kreis Kleve, mit der Anschaffung einer mobilen Jugendverkehrsschule auf.

Seit Jahren „tourt“ Norbert van de Sand, 2.Vorsitzender und Schulkoordinator der Verkehrswacht Kreis Kleve e.V. durch den Kreis Kleve und führt an Grundschulen einen Radfahrparcours durch. Dabei war sein Kofferraum immer mit den verschiedenen Parcoursmaterialien vollgepackt, was natürlich das Angebot deutlich eingeschränkt hat. Nun hat die Verkehrswacht Kreis Kleve e.V. eine mobile Jugendverkehrsschule, bestehend aus einem Anhänger mit Fahrrädern, Helmen und neuem Material angeschafft, der zur Vorbereitung auf die verpflichtende Radfahrprüfung in den 4. Klassen von den Schulen angefragt werden kann. Nach und nach werden Materialien noch ersetzt und ergänzt werden, um den steigenden Ansprüchen an die Ausbildung gerecht werden zu können und noch vielfältigere Elemente einzubringen.

„Nach dem, pandemiebedingt sehr ruhigen Jahr 2021 haben wir jetzt schon 23 Termine für das Jahr 2022“ sagt van de Sand sichtlich zufrieden mit seiner neuen Ausstattung. „Natürlich stellen wir die Ausstattung auch im Rahmen von Verkehrssicherheitstagen der Städte und Gemeinden zur Verfügung,“ so van de Sand weiter.

 



Infobox:
Schon weit vor dem Schulanfang, meist zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr, bekommen oftmals Kinder ihr erstes Fahrrad. Mit dem Schuleintritt glauben viele Schülerinnen und Schüler (und auch deren Eltern), dass sie Rad fahren können. Diese Selbsteinschätzung beruht auf der Annahme, dass mit dem Treten, Lenken und dem Halten des Gleichgewichts das Radfahren beherrscht wird. Doch schon bei einfachen Aufgaben, die eine reaktive Gewichtsverlagerung, ein Zielbremsen oder Mehrfachhandlungen erfordern, sind die motorischen Grenzen schnell erreicht. Kinder haben bis zum 10. Lebensjahr entwicklungsbedingte Defizite: Sie sehen, hören und reagieren anders. Ihre Motorik ist bei der Bewältigung von Mehrfachhandlungen schnell überfordert.Schülerinnen und Schüler benutzen mit zunehmendem Alter immer häufiger – auch für den Schulweg – ihr Fahrrad. Das Fahrrad gilt zu Recht als umweltverträgliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel. Jedoch weist die Unfallstatistik seit vielen Jahren aus, dass mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler auch ein Anstieg von Unfällen erfolgt. Ein Radfahrtraining im Primarbereich – schwerpunktmäßig mit Zweit- bis Viertklässlern – ist also dringend angebracht.

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