62 Traber begeben sich am Montagabend in Dinslaken an den Start (Foto: Julian Holsteg)

Dinslaken. Mit einem überdurchschnittlich interessanten Programm erfreut die Trabrennbahn am Dinslakener Bärenkamp am Montag ab 18.30 Uhr die Fans. Vier Profi-Rennen, drei Amateurfahren und ein toll besetztes Trabreiten lassen keine Wünsche offen. Insgesamt stehen somit acht Prüfungen auf der Karte, von denen vor allem das erste Halbfinale zur Rheinfels-Serie seine Anziehungskraft nicht verfehlt hat. Lukrative 5.000 Euro gibt es für die zehn Teilnehmer zu gewinnen, ein keineswegs alltäglicher Betrag im deutschen Trabrennsport und der bislang höchste Einzelrennpreis in Dinslaken im laufenden Jahr. Aber auch an die Wetter wurde gedacht: 3.333 Euro stehen garantiert zur Auszahlung für diejenigen zur Verfügung, die die sechs Sieger der V6-Wette (3.-8. Rennen) richtig vorhersagen. Je nach Umsatzentwicklung in der beliebten Wette, die schon ab einem Einsatz von 20 Cent getätigt werden kann, auch mehr.

Rheinfels-Rätsel

Zehn Pferde, und damit das kopfstärkste Feld an diesem Abend, starten im 5. Rennen, dem Halbfinale I der Rheinfels-Serie. Sechs von der 2.100 Meter-Marke, die übrigen vier mit 25 Metern Zulage. Die Prüfung wirkt überaus offen und ist deshalb auch für die Fans der Viererwette interessant, die nur in diesem Rennen angeboten wird. Maranello Bo (Ralf Oppoli) reist aus Bayern an und hat drei seiner vier Saisonstarts siegreich beendet – allerdings unter dem Sattel; der einzige Versuch vor dem Sulky endete mit einer Disqualifikation. So scheinen der überaus beständige Windspeed (Dieter Brüsten) oder der gerade in Sonsbeck erfolgreich gewesene Lordano Ass (Simon Siebert) mindestens genauso aussichtsreich. Auch der Niederländer Echo Oldeson (Ruud Pools), der bei seinem letzten Gastspiel am Bärenkamp vor gut einem Jahr gewann, gehört zu den Sieganwärtern. Von den Pferden, die 25 Meter mehr zu absolvieren haben, trifft das zudem auf die gleichfalls aus dem Nachbarland kommenden Fuggedaboutit (Tom Kooyman) und Velten Versailles (Juoni Nummi) sowie den mit über einer viertel Million Lebensgewinnsumme antretenden Duke of Careless (Robbin Bot) zu, so dass dem Rennverlauf eine entscheidende Bedeutung zukommen wird.

Dreimal die Amateure

Wie so oft erhalten die Amateurfahrer in Dinslaken ein breites Betätigungsfeld und finden sich gleich in drei Rennen hinter dem Startauto ein. Zum Auftakt ist das Duell zwischen den beiden aktuellen Doppelsiegern Its Showtime (Jörg Hafer) und James Moko (Tom Karten) hochinteressant, in das ohne weiteres auch der nie enttäuschende Georgies Joker (Julia Holzschuh) eingreifen kann. Im 6. Rennen spricht vieles für die von Champion Thomas Maaßen gesteuerte Klarissa Velten, doch gab der nur knapp geschlagene Ex-Berliner El Timoko (Julia Holzschuh) in Mönchengladbach ein bemerkenswert gutes Westdeutschland-Debüt. Das dritte Amateurfahren beschließt den Abend, und erneut ist Julia Holzschuh, diesmal mit der bereits im Dezember, Januar und Februar am Bärenkamp erfolgreichen Hilda Piquenard, bestens gerüstet.

Trabreiten mit der Championesse

Im 2. Rennen werden die Sulkys mit Sätteln getauscht, wenn sechs Pferde antreten. Deren Bandbreite ist, was die Gewinnsummen betrifft, groß wie selten, denn Charity-Traber Hope for Children (Sina Baruffolo) hat erst 16.140 Euro auf dem Konto, der Franzose Diamant de Larre (Nikita Menger) dagegen 437.240 Euro. Als Sieger der Prüfung steht er deshalb aber keineswegs schon fest, denn auch Deutschlands oftmalige Trabreit-Championesse Ronja Walter ist mit Heck M Eck eine veritable Siegkandidatin. Der österreichische Hengst gewann im Vorjahr in hochdotierten Rennen fast 50.000 Euro und bestreitet sein erstes Satteltraben überhaupt, was den Reiz der Partie noch erhöht.

Der nächste Dinslakener Renntag findet am Donnerstag, 12. Mai statt.

(dintrab-press)

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