Für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege: Sigrid Ramme, Malcolm Lichtenberger, Roswitha Ruiters und Amanda Ruiters (Foto: privat)

Goch. Am 12. Mai ist Internationaler Tag der Pflege

„Wir haben zwei Jahre Pandemie hinter uns,“ sagt Malcolm Lichtenberger, Fachbereichsleiter der Pflegerischen Dienste. „An erster Stelle stand für uns durch größtmöglichen Schutz von Kunden und unseren Mitarbeitenden, die pflegerischen Leistungen bei unseren Kunden aufrecht erhalten zu können. Auch im Lockdown wollten Menschen versorgt und Angehörige entlastet werden. „Menschen klatschten auf den Balkonen, das tat gut“, sagen die Pflegefachkräfte der Diakonie.

Die Pflegebonuszahlung war auch gut, doch strukturell habe sich bislang in der Pflege noch zu wenig getan. „Dafür, dass unsere Pflegekräfte von morgens bis abends für alte, kranke und pflegebedürftige Menschen da sind, einen körperlich und psychisch anstrengenden Dienst mit großer Verantwortung tun, werden sie für ihre Tätigkeit noch immer zu gering entlohnt“, findet Lichtenberger. Die Zustimmung für mehr – auch finanzielle – Wertschätzung aus der Bevölkerung ist da – nun ist die Politik gefragt. Die Pflegenden verdienen endlich wesentlich bessere Arbeitsbedingungen sowie mehr Wertschätzung, als ihnen oft entgegengebracht wird. Mit guten Perspektiven könne es auch leichter gelingen, junge Menschen oder Quereinsteiger für den Pflege-Beruf zu gewinnen. Die Pflege braucht Aufwind – meinen auch die Pflegefachkräfte der Diakonie im Kirchenkreis Kleve.

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