v.l. Dennis Radtke MdEP, Markus Grolms (Arbeitsdirektor und Personalvorstand der thyssenkrupp Steel Europe AG), Minister Karl-Josef Laumann, EU-Kommissar Nicolas Schmit und Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn (Foto: Julian Kendziora)

Duisburg. EU-Kommissar Nicolas Schmit besuchte an diesem Montag das Ruhrgebiet. In Duisburg ließ sich der für Arbeit und Soziale Rechte verantwortliche EU-Kommissar erläutern, wie sich die deutsche Stahlindustrie auf den klimaneutralen Transformationsprozess vorbereitet und die Umsetzung auf grünen Wasserstoff plant. Zusammen mit dem CDU-Europaabgeordneten Dennis Radtke MdEP, der Schmit nach Nordrhein-Westfalen eingeladen hatte, besichtigten sie das Wasserstoff-Reallabor am Hochofen 8 auf dem Gelände des thyssenkrupp Quartier. Außerdem machten die beiden Europapolitiker Station an der Werkkiste Duisburg, um sich über EU-geförderten Projekte zu informieren. Dabei kam es zu einem intensiven Austausch mit Jugendlichen, die im Rahmen ihrer überbetrieblichen Ausbildung in der Werkkiste besonders gefördert werden.

„Im Ruhrgebiet sind wir so etwas wie das Silicon Valley für die Wasserstoffindustrie und für zahlreiche Projekte der grünen Transformation der Wirtschaft“, erläuterte Dennis Radtke dem hochrangigen Besuch die Bedeutung der Industrieregion in ganz Europa. „Viele der damit verbundenen Prozesse gehen auch mit sozialen Veränderungen einher. In einigen Bereichen entstehen neue, qualifizierte und nachhaltige Arbeitsplätze sowie vollkommen neue Berufsbilder.“

Nach der Verabschiedung von Nicolas Schmit zog Radtke ein positives Resümee: „Wir konnten dem EU-Kommissar heute in Duisburg zeigen, in welcher hervorragenden Art und Weise die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds für Ausbildung und berufliche Weiterbildung in wohltätigen Projekten umgesetzt werden. Hochachtung empfinde ich für die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich in den Einrichtungen wie der Duisburger Werkkiste engagieren“, so Dennis Radtke. „Das hat auch Nicolas Schmit begeistert.“

Die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) wurden im Rahmen der neuen Förderstrategie NextGeneration EU unter Federführung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für den Zeitraum zwischen 2021 und 2027 fortgeschrieben. Nordrhein-Westfalen erhält über den ESF+ etwa 560 Millionen Euro und fördert damit soziale Vorhaben, die unter anderem zur Verbesserung der Ausbildungs- und Berufschancen sowie zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen eingesetzt werden.

Nicolas Schmit betonte beim Abschied gegenüber Dennis Radtke, dass die grüne Transformation enorme Chancen berge: „Wir schätzen, dass EU-weit bis 2030 bis zu eine Million Arbeitsplätze entstehen können. Allerdings bedarf es immenser Anstrengungen um alle Menschen dabei mitzunehmen. Weiterbildung und Qualifikation sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Sie stellen sicher, dass es im Ruhrgebiet und in anderen von der Transformation betroffene EU-Regionen auch weiterhin qualitativ hochwertige Arbeitsplätze gibt.“

Beitrag drucken
Anzeigen