Oliver Bierhoff, Geschäftsführer Nationalmannschaften & Akademie der DFB GmbH & Co. KG, diskutierte beim Mittagsgespräch der DeSEK mit Experten der Universitätsmedizin Essen und eröffnete anschließend ein Fußballspiel mit Kindern des DJK Rüttenscheider Sportclub Essen (Foto: Heger)

Essen. Mittagsgespräch: „Sport mit und nach Krebs“

Expertenrunde mit exklusiver Besetzung: Die Deutsche Stiftung zur Erforschung von Krebskrankheiten (DeSEK) hat ein Mittagsgespräch zum Thema „Sport mit und nach Krebs“ veranstaltet. Neben renommierten Expert:innen der Universitätsmedizin Essen diskutierte Oliver Bierhoff auf dem Podium mit. Im Anschluss an das Gespräch gab es ein Fußballspiel mit Kindern des DJK Rüttenscheider Sportclub Essen.

Lange galt die Devise: Krebspatient:innen sollen sich schonen, da ihr Körper alle Kraft für die Bekämpfung der Krankheit benötigt. Diese Einschätzung ist inzwischen durch Studien widerlegt. Im Gegenteil sorgt Sport bei einer Krebserkrankung für Lebensfreude und Hoffnung und begünstigt sogar den Heilungsverlauf. Wie Patient:innen dies beherzigen können, war das Thema eines von der DeSEK organisierten Mittagsgesprächs zum Thema „Sport mit und nach Krebs“. Unter der Moderation von Ingrid Hiesinger, Kuratoriumsvorsitzende der DeSEK, diskutierten Oliver Bierhoff, Geschäftsführer Nationalmannschaften & Akademie der DFB GmbH & Co. KG, Professorin Dr. Uta Dirksen, Vize-Direktorin des Westdeutschen Tumorzentrums Essen (WTZ), Dr. Miriam Götte, Sporttherapeutin an der Universitätsmedizin Essen, und Professor Dr. Ralf Küppers, Direktor des Instituts für Zellbiologie (IFZ), die vielfältigen Facetten des Themas.

Im Anschluss an das Gespräch stand ein Fußballspiel mit Kindern des DJK Rüttenscheider Sportclub Essen auf dem Programm. Kinder der Kinderklinik waren ebenfalls angefragt. Oliver Bierhoff wandte sich im Vorfeld persönlich an die jungen Sportler:innen. „Ob krank oder nicht krank – gemeinsam kann man oft viel mehr erreichen. Teamarbeit ist wichtig“, so Bierhoff. „Die positiven Aspekte des Sports stehen ganz außer Frage. Gerade Kinder und Jugendliche profitieren sehr von Werten, die im Mannschaftsport gelebt werden. Heute konnten wir erfahren, welch positive Wirkung die körperliche Aktivität auch im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung haben kann.“

Ingrid Hiesinger kann dies bestätigen und ergänzt: „Eine Krebsdiagnose ist ein Schock für jeden Patient und jede Patientin. Um die Heilungschancen im Kampf gegen die Krankheit zu verbessern, heißt es vor allem, die Hoffnung nicht zu verlieren. Hier kann gerade Sport Mut und Lebensfreude schenken. Beides unterstützt die inzwischen vielfältigen Therapiemöglichkeiten.“

„Die heutige Veranstaltung zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, medizinische Ansichten und Zusammenhänge immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln“, erklärt Thorsten Kaatze, Vorstand der Stiftung Universitätsmedizin Essen und Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Essen. „Das ist es, was die Stiftung mit der Unterstützung der Spitzenforschung an der Universitätsmedizin Essen fördert und lebt.“

Die DeSEK widmet sich in ihrem Engagement seit 2008 der Förderung der Krebsforschung und verfolgt die Vision einer Welt, in der alle Krebskrankheiten heilbar sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Grundlagenforschung, um besser zu verstehen, wie Krebszellen entstehen und was das Wachstum von Tumoren begünstigt. Daraus können die Forscher:innen dann neue Behandlungsmethoden und innovative Ansätze zur Vorbeugung ableiten.

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