Bernhardine Zeck (mitte) war 25 Jahre lang für die Patienten in der Niederrhein Klinik da. Für ihren Einsatz bedanken sich Ehrenamtskoordinatorin Susanne Vacovsky und Geschäftsführer Christian Meise (Foto: © St. Augustinus Gruppe)

Korschenbroich. Ein Vierteljahrhundert Ehrenamt in der Niederrhein Klinik

Sie ist Ehrenamtlerin der ersten Stunde: 25 Jahre war Bernhardine Zeck die gute Seele der Niederrhein Klinik, stand den Patienten der Einrichtung voller Engagement zur Seite. Damit war die 87-Jährige genauso lange im Dienst, wie die Klinik besteht. Jetzt will sich die Seniorin verstärkt ihrer Familie widmen, kann jedoch mit einem guten Gefühl gehen. Denn in der Korschenbroicher Reha-Klinik ist das Team der Ehrenamtlichen außergewöhnlich gut aufgestellt – für Interessierte gibt es sogar eine Warteliste.

Bernhardine Zeck erinnert sich genau, wie sie zur Niederrhein Klinik gekommen war: „Ich las in einer Wochenzeitung von der Eröffnung der Einrichtung und dass Ehrenamtliche gesucht wurden.“ Die dreifache Mutter überlegte nicht lange: „Die Kinder waren alle aus dem Haus, mein Mann war zu dem Zeitpunkt leider schon verstorben. Ich wollte meine Zeit sinnvoll nutzen.“ Für das Team der Niederrhein Klinik ein Glücksfall: So begleitete die Ehrenamtlerin neu ankommende Patientinnen und Patienten nicht nur zu den verschiedenen Stationen, sondern hörte vor allem zu. „Viele Menschen waren einsam und hatten sonst niemanden zum Reden. Es hat ihnen geholfen über ihre Sorgen und Ängste sprechen zu können. Das gilt insbesondere für Krebspatientinnen und -patienten“, sagt Bernhardine Zeck, die zunächst dreimal und später einmal wöchentlich in der Klinik half. Dabei betont sie, dass ihr diese Aufgabe viel gegeben hat: „So etwas muss man von innen heraus machen. Dann kann das Ehrenamt sehr erfüllend sein.“

Den Kontakt zu ihren Kolleginnen will die Seniorin halten. Denn das Team ist inzwischen so vertraut miteinander wie eine kleine Familie. „Das ist vermutlich auch der Grund, warum wir so viele hilfsbereite Menschen für das Ehrenamt gewinnen konnten“, sagt Susanne Vacovsky, die für die Koordination verantwortlich ist. Aktuell zählen zwölf Frauen im Alter von 60 bis 82 Jahren zur Gruppe. „Für den Fall, dass wir Verstärkung brauchen, habe ich noch ein paar Kontakte gespeichert“, sagt die Koordinatorin. Als Zeichen der Wertschätzung organisiert sie regelmäßig Ausflüge oder lädt die Ehrenamtlerinnen zum Essen ein. Zudem gibt es immer wieder Treffen und eine eigene Chat-Gruppe, in der sich die Frauen austauschen können. „Wir sind einfach stolz auf dieses eingespielte Team, und da wollen wir auch etwas zurückgeben“, freut sich die Sekretärin der Geschäftsführung über dieses große und großartige Engagement.

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