Neue Stauden wachsen an der Einmündung Am Trietenbroich/An Heldsmühle/Gustav-Heinemann-Straße heran (Foto: Stadt Korschenbroich)

Korschenbroich. Sie sind ökologisch wertvoll und dem Klima angepasst

Blüten statt Stein und Asphalt – dazu ruft die Stadt Korschenbroich ihre Bürgerinnen und Bürger mit einem Gartengestaltungs-Förderprogramm auf. Jetzt geht sie selbst mit gutem Beispiel voran: Wo vorher versiegelte Tristesse war, sorgen nun Staudenbeete für leuchtende Akzente.

Wie bereichernd das aussehen kann, zeigt sich im Einmündungsbereich Am Trietenbroich, An Heldsmühle, Gustav-Heinemann-Straße: Hier hat das Tiefbauamt Flächen zurückbauen lassen und damit Platz für neue Beete geschaffen. Diese wurden vom Grünflächenamt bereits im März mit Substrat befüllt, mit Stauden bepflanzt und mit einer Mulchschicht aus Lava bedeckt, die ungewollten Aufwuchs mindert und vor Austrocknung schützt. Inzwischen sind die zarten Pflanzen ein Stück gewachsen und man kann schon erahnen, wie sich die Einmündung in den kommenden Jahren entwickeln wird. „In den ersten zwei bis drei Jahren haben wir einen erhöhten Pflegeaufwand, bis die Wunschbepflanzung einen geschlossenen Bestand bildet“, schätzt Amtsleiter Björn Pucknus. „Auch die Bewässerung in der Anwuchs-Phase ist relativ aufwendig. Danach sollten ein Rückschnitt Mitte Februar und dreimal Jäten jährlich ausreichen“, kalkuliert er.

Die Umwidmung geht mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt Korschenbroich konform, das unter anderem im Kapitel „Klimaanpassung“ die Entsiegelung städtischer Flächen fordert. In diesem Kontext sind die Staudenbeete weit mehr als ein optischer Gewinn. Sie sind insektenfreundlich und können Niederschlag aufnehmen, um diesen anschließend wieder über die Verdunstung oder Versickerung abzugeben. Die rund 8600 Euro Materialkosten für 200 Quadratmeter Staudenbeete, die man neuerdings auch vor der Kapelle in Pesch, an den Bahnhöfen in Kleinenbroich und Korschenbroich sowie an der Herrenshoffer Straße findet, wurden aus dem laufenden Budget bestritten. „Zukünftig wird immer wieder geprüft, wo wir entsiegeln und die Stadt etwas grüner machen können“, kündigt Björn Pucknus an. Bei der Pflanzenauswahl ist er übrigens den Empfehlungen des Bundes Deutscher Stauden-Gärtner für sonnige und trockene Standorte gefolgt:

Silber-Ährengras, Goldquirl-Gabe, kleinblumige Taglilie, Spornblume, Mädchenauge, Rasselblume, Kissen-Aster und Steppen-Salbei kommen vor. Im Herbst werden noch sogenannte Geophyten in Form von Zwiebeln nachgesetzt, so dass im nächsten Frühjahr Crocus, Milchstern und Tulpe erblühen können.

Beitrag drucken
Anzeigen