(Foto: Heinz-Josef Katz)
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Mönchengladbach. Team überreicht unglaubliche Spendensumme

Wie bereits berichtet, haben sich vier Mönchengladbacher Polizisten in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten für ein ganz besonderes Projekt auf den Weg gemacht: Am 26. Mai brachen sie morgens zur vermutlich längsten Vatertagstour auf. Und zwar Nonstop vom westlichsten Zipfel Deutschlands in Isenbruch zum 654 Kilometer entfernten “Zipfel” in Oberstdorf. Nach sage und schreibe 37 Stunden im Sattel erreichten sie erschöpft aber glücklich ihr Ziel.

Damit haben sie zum einen ihres mit nur 48 Jahren verstorbenen Kollegen Pascal gedacht. Zum anderen liegt ihnen aber auch der zweite Anlass ihrer langen Fahrt am Herzen: Sie fuhren die Strecke, die neben den 654 Kilometern auch 4.200 zu bezwingende Höhenmeter für die Radler bedeutete, als Benefiztour. Die Spenden sammelten sie für die Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. vom Universitätsklinikum Düsseldorf sowie den Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes. Nun hat am vergangenen Montag, 26. September, im Polizeipräsidium Mönchengladbach die Spendenübergabe an die beiden Organisationen stattgefunden. Und deren Vertreter waren sichtlich überwältigt, als sie jeweils einen symbolischen Scheck in Höhe von je 7.000 Euro erhielten!

“Wir haben nicht damit gerechnet, dass so eine Summe zusammen kommt”, gesteht Eric Block aus dem Radfahrer-Team. Und weiter: “Kurz vorher war der Krieg in der Ukraine ausgebrochen. Da hatten schon viele Menschen gespendet und geholfen. Und das nach den herausfordernden Jahren, in denen Corona die große Herausforderung war und bei Leuten auch finanzielle Spuren hinterlassen hat.”

Vor der großen Spendenübergabe gab sein Tourkollege Bernd Winkelhaus einen kurzen Einblick in die Historie der Spendentour und die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Tour im Besonderen. Denn: Mit Oberstdorf haben die vier Männer nun alle drei Zipfeltouren vom westlichsten Punkt Deutschlands aus als Nonstopp-Tour gefahren. Jedes Mal in Gedenken an Pascal und Spenden sammelnd für den guten Zweck. Wie bei jeder Tour war eines maßgeblich, um am Ziel anzukommen und die Punkte zu überwinden, an denen die Kräfte schwinden und der Geist am Liebsten das Rad hinwerfen und in den nächsten Zug einsteigen würde: Der Teamgeist und der Zusammenhalt untereinander. Dass “Polizei-Familie” beides bedeutet, dass erfuhren die Radler in diesem Jahr ganz besonders durch Kolleginnen und Kollegen im Süden. Als sie davon erfahren hatten, dass NRW-Kollegen auf diese Art auf dem Weg zu ihnen sind, haben sich viele Polizistinnen und Polizisten dort an ihrem freien Tag aufgemacht, sie auf der Straße zu unterstützen – auf dem Rad und am Ende mit Blaulicht-Geleit nach Oberstdorf rein. Diese beeindruckenden und auch rührenden Erlebnisse werden Eric Block, Guido Roßkamp, Bernd Winkelhaus und Carsten Zechlin besonders in Erinnerung bleiben.

Die Radler bedankten sich aufrichtig bei den Sponsoren, dem Lions Club Mönchengladbach und der Volksbank Mönchengladbach. Und ganz besonders auch noch mal stellvertretend bei den Menschen, ohne die sie die Hilfsgelder nicht hätten überreichen können: Alle Personen, die gespendet haben. Egal, in welcher Höhe. Zusammen haben sie es möglich gemacht, die beiden Organisationen so kräftig unterstützen zu können.

“Pascal & Friends”, das sind: Eric Block, Guido Roßkamp, Bernd Winkelhaus und Carsten Zechlin. (ots)

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