Chefarzt Dr. med. Hendrik W. Keller, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Foto: privat)
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Nettetal. Der Chirurg nennt es Hernie, der Volksmund spricht auch vom Bruch – gemeint sind Leisten-, Narben-, Nabel-, Bauchwand- oder Zwerchfellbrüche. Im eigentlichen Sinne bricht dabei nichts. Vielmehr sind Hernien Schwachstellen der Bauchwand, die sich durch den Bauchinnendruck vorwölben. In die entstehende Lücke können Bauchfett und Baucheingeweide rutschen und im schlimmsten Fall einklemmen. Kleine „Brüche“ sind daher auch gefährlicher als große, da der Inhalt oft nicht wieder zurückrutschen kann. Das kann zu starken Schmerzen, aber auch zu einem gefährlichen Darmverschluss führen. Diese sogenannten Einklemmungen sind zwar selten, müssen aber umgehend operiert werden. Doch auch ohne Einklemmung können Bauchwandbrüche Schmerzen verursachen oder einfach nur stören, so dass eine Operation erforderlich werden kann. Prinzipiell gilt die Empfehlung, alle Brüche geplant operativ zu versorgen. Ob eine schonende sogenannte „Schlüssellochtechnik“ in Frage kommt oder eine offene Operation gefahrloser ist, hängt von der Bruchform ab. In der Regel erfolgt eine zusätzliche Verstärkung mit Fremdmaterial aus Kunststoff, sogenannten Netzen oder meshs.

Im Nettetaler Krankenhaus werden jährlich rund 300 Hernienoperationen durchgeführt. Dr. Hendrik W. Keller ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und informiert am 29. November um 15 Uhr in einem Vortrag über die Möglichkeiten der modernen, maßgeschneiderten Hernienchirurgie.

Im Anschluss steht Dr. Keller den Besuchern für Fragen zur Verfügung. Der Vortrag ist kostenlos.

Experten-Vortrag im Nettetaler Krankenhaus: „Leistenbruch & Co. – Moderne Hernienchirurgie“

29.11.2023 | 15 Uhr, Seminarraum im UG des Krankenhauses

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