Das Team des Bunten Kreises Kleverland freut sich über die erfolgreiche Rezertifizierung: Karin Esser-Komescher, Judith Winter, Andrea van Tits, Pia Steinhöfel, Sarah Nauta und Stephanie Beckmann (v.l.) (Foto: KKLE / Thomas Momsen)
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Kreis Kleve. Der Bunte Kreis Kleverland ist erneut zertifiziert worden. Mit dem bis 2027 gültigen Zertifikat bestätigt der Bundesverband Bunter Kreis dem Nachsorge-Team der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft den gefordert hohen Qualitätsstandard bei der Betreuung und Beratung von Familien mit kranken oder frühgeborenen Kindern.

„In jedem Jahr werden in Deutschland 40.000 Familien mit einer unerwartet veränderten Lebenssituation konfrontiert“, weiß Andrea van Tits, Leiterin des Bunten Kreises Kleverland. „Sei es durch eine Frühgeburt, eine schwere Erkrankung oder sogar durch den Tod eines Kindes. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Familien in unserer Region bestmöglich zu unterstützen.“

Der Bunte Kreis Kleverland übernimmt die sozialmedizinische Nachsorge in den Kreisen Kleve und Wesel. Fünf Kinderkrankenschwestern und eine Sozialpädagogin betreuen pro Jahr etwa 120 Familien in der Nachsorge. Dazu kommen dauerhaft etwa 200 Familien, die rund um den Pflegegrad eines Kindes beraten werden.

Ziele der sozialmedizinischen Nachsorge sind vor allem die Verkürzung und Vermeidung von Krankenhausaufenthalten, die Sicherstellung der Behandlungserfolge und die Integration der kranken Kinder in ihrem Umfeld.

In erster Linie koordiniert und vernetzt der Bunte Kreis Kleverland die stationären und ambulanten Sektoren, bezieht dabei alle Beteiligten ein: von den Familienmitgliedern über die behandelnden Ärzte, Therapeuten bis zu den Selbsthilfegruppen. Ergänzend versucht das engagierte Team zu motivieren, bietet emotional entlastende und praktische Hilfen an.

„Die erste Kontaktaufnahme zu den Familien erfolgt häufig schon in der Klinik“, so Andrea van Tits. „So können wir einen fließenden Übergang von der stationären zur ambulanten Versorgung zuhause sicherstellen. Wir bekommen nicht nur Zuweisungen aus der Region, auch aus den großen Kinderkliniken im gesamten Ruhrgebiet und Rheinland.“

Ein Teil der Leistungen der sozialmedizinischen Nachsorge und damit auch des Bunten Kreises Kleverland wird von den Krankenkassen übernommen. Trotzdem bleiben Lücken: „Wir und die Familien, die wir mit viel Engagement und Herz betreuen, sind deshalb dauerhaft auf Spenden angewiesen“, sagt Andrea van Tits.

InfoKlick: www.kkle.de/bunter-kreis-kleverland

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