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Scott Anderson und Pauline Saßerath (Foto: privat)

Krefeld. An den letzten beiden Wochenenden waren viele Athleten der Triathlonabteilung des SC Bayer 05 Uerdingen e. V. – zum Teil in aller Welt – unterwegs und auch erfolgreich. Herausragend einmal wieder Pauline Saßerath, die in Zeulenroda den Titel der Deutschen Meisterin im Crosstriathlon errang und Scott Anderson, der bei dieser Veranstaltung Dritter wurde.

Als Auftakt bei besten äußeren Bedingungen war im Zeulenroda Meer ein Dreieckskurs mit gut 1600m zu durchschwimmen, bevor es auf die 35 km lange MTB-Strecke ging, die zwar technisch keine Höchstschwierigkeiten zu bieten hatte, aber auf Grund der knackigen Anstiege und 800 Höhenmetern (HM) nicht zu unterschätzen war. Den Abschluss bildete die 10km lange Crosslaufstrecke mit weiteren 255 HM.

Auf Grund der Wassertemperatur von 22,5°C durfte kein Neoprenanzug getragen werden, was vor allem die guten Schwimmer, zu denen Anderson und Saßerath gehören, freute. Vom Start weg dominierte die Juniorin die erste Disziplin und kam bereits nach 25 Minuten mit mehr als 2,5 Min Vorsprung in die erste Wechselzone, um auf ihr MTB zu wechseln. Ihre Führung musste die mit Abstand jüngste Teilnehmerin eingangs der zweiten Radrunde zwar abgeben und die weitere Konkurrenz rückte auch deutlich näher, aber sie konnte auch nach der zweiten Runde weiter den zweiten Gesamtplatz halten. Jetzt sollte aber erst die eigentliche Zitterdisziplin kommen – ist das Knie wieder voll belastbar und reicht der Trainingszustand für das erste Mal über die vollen 10km? Saßerath hatte sich ihren Wettkampf sehr gut eingeteilt, das Knie blieb schmerzfrei und das Lauftempo war kaum geringer, als bei den Mitbewerberinnen, sodass nach einer Renndauer von 3:10Std der zweite Gesamtplatz und der Deutsche Meistertitel bei der Frauen-Elite feststand. „Ich glaube, heute habe ich nicht nur andere, sondern auch mich selbst ziemlich überrascht, zumal die letzten Wochen leider keine optimale Vorbereitung zugelassen haben. Aber manchmal ist vielleicht auch Weniger mehr“ waren die ersten Worte der überglücklichen, frisch gebackenen Deutschen Meisterin.

Scott Anderson, der bei der EM in der Schweiz den Titel in der AK 20 gewinnen konnte und dementsprechend mit hohen Erwartungen nach Zeulenroda reiste, erwischte leider nicht seinen besten Tag. Entsprach das Schwimmen noch den gesetzten Zielen, musste er auf der Geländestrecke einmal zu Boden und beschädigte sich dabei auch noch das Schaltwerk seines Race Bikes. Wertvolle Minuten verlor er durch die notwendige Reparatur – im Triathlon muss der Athlet mit eigenen Mitteln einen Defekt beheben – einen Materialservice, wie man ihn von Radrennen kennt, gibt es nicht und fremde Hilfe würde zur Disqualifikation führen. Letztendlich konnte Anderson das Rennen aber fortsetzen und finishte als Gesamtachter der Altersklassenathleten. In seiner AK 20 bedeutete das Bronze. Für Scott Anderson werden die nächsten Wochen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die XTERRA-Europameisterschaft Ende August in Zittau sein, um dort wieder voll angreifen zu können.

Zwei ehemals in der Bundesliga für den SC Bayer 05 Uerdingen langjährig aktive Athleten, Maximilian Saßerath und Marcelo Ruiz, belegten in Zeulenroda Platz 3 in der ELITE-Wertung respektive Platz 1 in der AK 45.

Am gleichen Wochenende ging Uwe Röpstorf in Whistler – Kanada – über die Ironman Distanz 3,8 / 180 / 42 an den Start. Er erreichte in einem guten Wettkampf 10:02 Stunden. Das bedeutete den ersten Platz in der AK 50 und gleichzeitig die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii, die der schnelle Polizeibeamte wohl auch wahrnehmen wird.

Beim Ironman in Zürich hingegen starteten Matthias Epping und Sebastian Eggert. Epping hatte zu Beginn einen guten Wettkampf, musste aber bedauerlicherweise wegen starker Magenprobleme das Rennen aufgeben. Sebastian Eggert erreichte in seinem ersten Ironman eine Zeit von 10:56 Stunden, Platz 74 in der AK.

Beim „Challenge“ in Roth waren es fünf Bayerathleten, die die Ironman Distanz in Angriff nahmen. Herausragend das Ergebnis von Jörg Oppenberg mit 9:10 Stunden, Platz 57 Gesamt und Platz 4 in der AK 45. Manfred Assmann 10:34 Std. Pl. 616, 128. AK 40, Paul Stoppelkamp 11:38 Std. Pl.1380, 39. AK 55, Beate Wendland 12:57 Std. Pl. 308, 59. W 35. Volker Schnabel musste den Wettkampf vorzeitig beenden.

 

Außerdem noch die Staffeln in Roth:

Platz 177 von 489  Staffeln „Die Tante und die Winzlinge“ mit Natalie Esser (3,8 Km Schwimmen in 1:24 Std.), Christoph Lohmann (180 Km Rad in 5:18 Std.) und Maike Onnertz (Tante, 42 Km Laufen in 4:37 Std.)

Platz 212 „Das Dreigestirn“ mit Norbert Kremers (3,8 Km Schwimmen in 1:24 Std.), Thomas Weyers (180 Km Rad in 5:22 Std.) und Katrina Basalla (42 Km Laufen in 4:50 Std.)

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