(Symbolfoto)
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Mülheim. Zur Hauskampstraße in Mülheim-Styrum alarmierte ein besorgter Bürger Dienstagvormittag (24. September gegen 10:15 Uhr) die Polizei. Er schilderte, dass ein aggressiver Mann mit entblößtem Oberkörper über die Fahrspuren der Hauskampstraße laufen würde. Auf der Friedrich-Ebert- Straße entdeckten die Beamten kurz darauf den Mann, der Englisch sprechend, sich auch den Polizisten gegenüber aggressiv verhielt.

Die Polizisten schafften es, den 41-jährigen Zuwanderer aus Nigeria, wie später ermittelt, zunächst zu beruhigen. Die Polizisten vermuteten eine psychische Störung und orderten einen Rettungswagen zum Einsatzort. Als die Sanitäter eintrafen, änderte sich sprunghaft sein Verhalten. Bereits bis zur Einmündung an der Sandstraße weitergelaufen, zerschlug der in Essen-Kettwig gemeldete Mann zwei Glasflaschen und machte Anstalten, auf die Polizisten einzustechen. Zur Sicherheit der Einsatzkräfte und unbeteiligter Bürger sicherten die Polizisten die Situation mit gezogenen Schusswaffen.

Zeitgleich versuchten sie den öffentlichen Verkehr (ÖPNV, Fahrzeug- und Fußgängerverkehr) zu regeln, da der Mann weiter in Richtung der Mülheimer Innenstadt lief. Über die Fahrbahnen und Straßenbahnschienen laufend passierten die Personen zunächst der Einmündung der Aktienstraße und wenige Meter später die große Kreuzung an der Konrad-Adenauer-Brücke (Nordbrücke). Bevor der äußerst aggressive und verwirrte Mann in den stärker frequentierten Innenstadtbereich mit Schulen, Wohnhäusern und Fußgängerbereichen gelangen konnte, wurde er unter massiven Vorhalt der Schusswaffe ultimativ aufgefordert, seine Bewaffnung abzulegen. Ohne die zerbrochenen Flaschenhälse, die er auf den Boden gelegt hatte, wehrte sich der Mann massiv gegen seine Festnahme.

Nur mit polizeilichem Zwang, wobei auch der Einsatzstock genutzt wurde, konnte er schließlich überwältigt werden. Polizisten begleiteten die Sanitäter, die den augenscheinlich kranken Mann in einen geschlossenen Klinikbereich fuhren. Fachärzte und das informierte Ordnungsamt kümmern sich nun um den Mann.

Das Handy eines Passanten, der den Einsatz verfolgte und vermutlich auch filmte, beschlagnahmten die Beamten. Die Aufnahmen werden nun überprüft und möglicherweise zur Beweissicherung im späteren Strafverfahren genutzt. (ots)

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