Ina Spanier-Oppermann MdL, Krefeld, SPD (Foto: privat)
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Krefeld. „Zum verschobenen Start des Impfzentrums am Sprödentalplatz und zum misslungenen Start der Online-Terminvergabe am Montag äußert sich die Krefelder Landtagsabgeordnete Ina Spanier-Oppermann:

„Krefeld hat alles in Bewegung gesetzt, um rechtzeitig zum Jahresende 2020 mit dem Impfzentrum am Sprödentalplatz an den Start gehen zu können. Dann kam die erste Hiobsbotschaft und der Starttermin wurde auf den 8. Februar verschoben und sämtliche Planungen, Teams und Einsatzpläne mussten neu aufgesetzt werden.

Mit großen Spektakel wurde dann die Online-Terminvergabe für die erste Impfgruppe ab dem 25. Januar 2021 angekündigt. Die NRW-Landesregierung hat dazu aufgerufen, dass sich über 80-Jährige über die Website www.116117.de für einen Impftermin anmelden sollen.

Aber: Auch hier kam schnell die Enttäuschung: Der Server brach unter dem starken Andrang zusammen. Zwar ist die Homepage inzwischen wieder online, doch bekommen Besucher nun den Hinweis, dass bereits alle Termine vergeben sind.

Und auch die Hotlines zur telefonischen Anmeldungen waren nicht erfolgreich. Das Impfchaos in NRW geht so in die nächste Runde. Durch Engpässe in der Impfstoffbeschaffung kommt es zur Verschiebung von ganzen Impfkampagnen.

Dies kostet auch die Stadt Krefeld viel Geld und Ressourcen und belastet auch die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Diese Informationen waren Gesundheitsminister Laumann frühzeitig bekannt. Aus der Wissenschaft, von den Kassenärztlichen Vereinigungen oder dem Hausärzteverband Nordrhein gibt es Hinweise auf Probleme und pragmatische Lösungsvorschläge. Leider werden diese von der NRW-Landesregierung ignoriert.

Der Schlingerkurs bei der Impfstrategie muss endlich ein Ende finden. Was wir brauchen ist ein klarer Kurs, damit wir das Vertrauen der Bevölkerung nicht verspielen. Hierzu zählen auch flexible Lösungen bei den Impfzentren.

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW beantragt deswegen eine Aktuelle Stunde im kommenden Plenum, damit das Parlament und die Bevölkerung zeitnah über die Fehlentwicklungen informiert und aufgeklärt werden.“

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