Der Ruhrverband übergibt die Verantwortung für die Heimstätte des Uhus und das wertvolle Biotop im Steinbruch an der Laupendahler Landstraße in Essen Werden an die Stadt Essen: v.l. Dr. Frauke Krüger, 1. Vorsitzende des NABU Ruhr, Dr. Antje Mohr, Vorständin des Ruhrverbands, Magdalena Dannenberg, Liegenschaftsabteilung Ruhrverband, Oberbürgermeister Thomas Kufen Stadt Essen und Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt, Stadt Essen (Foto: Ruhrverband)

Essen. Ruhrverband und Stadt Essen schützen wertvolles Biotop und Heimat eines Uhus

Am Freitag, dem 6. Mai 2022 übergab Dr. Antje Mohr, Vorständin für Finanzen, Personal und Verwaltung des Ruhrverbands den Schlüssel für den Steinbruch an der Laupendahler Landstraße an Oberbürgermeister Thomas Kufen.

„Mit dem Kauf des ehemaligen Betriebsgeländes schützen der Ruhrverband und die Stadt Essen ein wertvolles Biotop im Essener Süden und erhalten die Niststätte eines Uhus, der sich seit mehreren Jahren dort angesiedelt hat“, erläutert Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Der Ruhrverband hat den alten Steinbruch jahrzehntelang als Schlammplatz für die ehemalige Kläranlage Essen-Werden genutzt. Die Kläranlage wurde 2005 außer Betrieb genommen und zurückgebaut. In der Folge war auch der Schlammplatz nicht mehr erforderlich. Er wurde in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden geleert und umweltgerecht wieder hergestellt. Das Gelände war für den Ruhrverband daher nicht mehr betriebsnotwendig und Stand zur Veräußerung. Unter anderem interessierte sich der Deutsche Alpenverein für den Steinbruch, weil er ein guter Übungsort für die Kletterei sei. Allerdings stellte sich heraus, dass ein Uhu den Steinbruch bereits als seine Heimat auserkoren hat. „Für uns stand eine umweltgerechte und Biotop erhaltende Nachnutzung im Vordergrund, auch wenn wir dadurch Abstriche beim Kaufpreis hinnehmen mussten. Mit der Stadt Essen als Käufer konnten wir dieses Ziel optimal erreichen“, sagt Dr. Antje Mohr, Vorständin für Finanzen beim Ruhrverband.

Vor dem Verkauf hat der Ruhrverband noch einige Rückschnitt- und Fällarbeiten auf dem Gelände vorgenommen, um es weitgehend verkehrssicher an die Stadt Essen übergeben zu können. Mit der Schlüsselübergabe geht die weitere Entwicklung des Steinbruchs und die Verkehrssicherung an die Stadt Essen über.

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